Thanks to Koos for the great Weekend and the Video!

Lauwersoog, 3. September 2016 – Koos Winnips, Initiator des Raid Extreme und ehemaliger Segelprofi, begrüßt uns am Vorabend des Rennens, und klärt die Segler bei der Steuermannsbesprechung über die Regeln für den nächsten Tag auf: Der Startschuss fällt bei Sonnenaufgang im Jachthaven Ostmahorn. Die Boote dürfen zu jeder Zeit nur mit den Segeln oder purer Muskelkraft bewegt werden. Rund um den Lauwersoog sollen fünf Punkte angelaufen werden, an denen Schatzkisten deponiert sind. Aus jeder Kiste nehmen sich die Skipper  je einen Schatz – als Beweis dafür, dass sie tatsächlich dort waren. Nachdem alle fünf Schatzkisten geplündert sind, muss jedes Team so schnell wie möglich zum Ziel und dort die Ankunft per Tröte kundtun.

Der Vorabend: Vorfreude auf ein schwieriges Rennen

Nach der Steuermannsbesprechung sitzen wir gemütlich zusammen und tauschen bei einem bis mehreren Bierchen entspannt Segeleranekdoten aus. Kaum einer der Segler weiß, was ihn (oder sie) erwartet, aber es herrscht allgemeine Vorfreude. Der Lauwersoog ist ein schwieriges Gewässer: oft weht viel Wind, da er direkt hinter dem Deich der vorgelagerten Nordseeinsel Schimaonnikoog liegt. Außerdem ist das Wasser an vielen Stellen sehr flach, was kurze, harte Wellen zur Folge hat.

Das Rennen: Wer segelt auf dem besten Kurs?

6:55 Uhr trötet erbarmungslos die Sirene. Nach und nach starten die Boote hinaus in die Morgendämmerung. In welcher Reihenfolge die fünf über den Lauwersoog verteilten Punkte angelaufen werden, ist den Crews freigestellt. Wind- und Wetterapps lieferten das nötige Futter für taktische Spekulationen und so wählt  jede Crew an diesem Tag ihren ganz eigenen Kurs. Die Boote verteilten sich allmählich über das gesamte Gewässer und begegnen sich nur dann und wann wieder.

Erstaunlich ist die Bandbreite der teilnehmenden Bootstypen: Segeljollen mit Kielschwert, F18 Katamarane, der besegelte 10er Kanadier vom KCH aus Bremen, viele wunderschöne Kanadier und Segeljollen der Marke Eigenbau – und natürlich wir mit unseren ketschgetakelten Faltbooten.

Nach einem trüben Vormittag bricht die Sonne durch die Wolken, und wärmt uns nach der anfänglichen Kälte auf. Der Wind begann morgens sanft mit ein bis drei Beaufort und frischt gegen Mittag auf bis zu fünf Beaufort in Böen auf, um am späten Nachmittag wieder langsam nachzulassen.

Endlich geschafft: Der Zieleinlauf

12:30 Uhr hat der erste F18 Katamaran die ca. 50 km lange Strecke absolviert! Zwei weitere Katamarane brauchten nicht viel länger.

14:30 erreicht Koos mit seinem Eigenbau-Segelkanadier als erstes Einrumpfboot das Ziel. Bis zum Zielschluss um 17:00 Uhr kämpfen sich fast alle Crews in den Jachthaven Oostmahorn. Viele haben alle fünf Schätze eingesammelt, manche nur drei oder vier. Alle – bis auf die Kat-Segler – sind fix und fertig. Die lange Distanz und der teilweise doch recht heftige Wind haben ihren Tribut gefordert.

Am Abend: Ehrung der Sieger und ein ganz besonderer Preis

Doch für die Stärkung der geschwächten Wasserratten ist gesorgt: Das Gasthaus „Raadsel van de Wadden“, benannt nach dem Abenteuerroman „Das Rätsel der Sandbank“, liefert ein fulminantes Grillabendessen in den Segelclub. Im Anschluss geht Koos dann auch gleich zur Siegerehrung über. Jedes Team, das fünf Schätze erbeutet hat, bekommt einen goldenen Pokal. Der Preis für den bestangezogenen Segler jedoch geht an unseren Eckhard, der sich während der Fahrt sogar umgezogen hatte. Und das war Koos natürlich nicht entgangen.

Der krönenden Abschluss des Raid Extreme sollte eine rauschende Party sein, doch die Segler sind so kaputt, dass sie nicht allzu lang durchhalten. Gegen Mitternacht verabschieden sich dann auch die Letzten von diesem ereignisreichen Tag und fallen erschöpft in ihre Kojen.

Unser Fazit: Ein sehr gelungenes Wochenende mit großer Anstrengung und viel Spaß. Ein herzliches Dankeschön an Koos und alle, die ihn unterstützt haben!

 Euer Kajaksegelteam

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